Mobilität

Easy Connect und Maas

Das neue Projekt mit dem Namen Easy Connect baut auf der erfolgreich getesteten Technologie zum grenzüberschreitenden ID-Ticketing aus dem abgeschlossenen Projekt „European Travellers Club (ETC)“ auf und entwickelt diese weiter. 

Neben dem AVV als Lead Partner sind die Projektpartner auf deutscher Seite ASEAG, NVR, VRS, VDV-ETS, DB Regio und das Kompetenzcenter Digitalisierung. Die zugehörigen Aktivitäten auf der niederländischen Seite werden im Rahmen des vom niederländischen Verkehrsministerium und der Provinz Limburg durchgeführten Mobility as a Service (MaaS NL) Projekts durchgeführt und finanziert. 

Zu den wichtigsten Entwicklungsarbeiten im Rahmen von Easy Connect zählt die Schaffung einer Smartphone-basierten Lösung für grenzüberschreitendes Ticketing. Hierzu wird in einem ersten Schritt ein interoperabler Barcode entwickelt und abgestimmt, der künftig auf das Smartphone des Fahrgastes ausgegeben wird und ihm das grenzüberschreitende Reisen ermöglicht. Die Ausgabe des Barcodes auf ein Smartphone wird zunächst in einer ersten Pilotphase auf dem zwischen Aachen und Maastricht verkehrenden RE 18 getestet. In einem Folgeschritt wird der Pilotkorridor dann bis Köln ausgeweitet. Hierbei soll dann auch auf deutscher Seite ein entfernungsabhängiger Tarif zur Anwendung kommen.

Für den Fahrgast wird es somit spürbar einfacher, sein Ticket für grenzüberschreitende, aber auch für verbundüberschreitende Fahrten zu erhalten. Information, Buchung und Abrechnung erfolgen dann ganz bequem aus der ihm bekannten App, so dass Sprach- und Tarifbarrieren der Vergangenheit angehören. Entsprechend dem Roaming-Prinzip sollen in Zukunft auch weitere Mobilitätsservices – z. B. Bike- und Carsharing – grenzüberschreitend gebucht und genutzt werden können. Die ID-Ticketing-Technologie ermöglicht somit die Nutzung verschiedener Mobilitätslösungen mit nur einem Account – ohne, dass persönliche Daten an andere Anbieter weitergegeben werden müssen.

Mit der nun beginnenden Arbeit im Projekt Easy Connect werden wichtige Schritte zur Beseitigung von Barrieren im grenzüberschreitenden ÖPNV und zum Aufbau eines grenzüberschreitenden interoperablen Ticketings gegangen. Für den Fahrgast wird es hierdurch so einfach wie nie zuvor, sich grenzüberschreitend mit Bus und Bahn, und künftig sogar multimodal, zu bewegen.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der niederländischen Seite (insb. dem niederländischen Verkehrsministerium IenW und der Provinz Limburg) umgesetzt. Auf niederländischer Seite liegt der Fokus im Rahmen des MaaS-Projekts insbesondere auf der Verknüpfung verschiedener Mobilitätsanbieter, bei der die ID-Technologie ebenfalls eine zukunftweisende Lösung darstellt, um verschiedene Mobilitätsangebote zu verknüpfen. Somit wird es für den Kunden möglich, unterschiedliche Angebote mit nur einem Account bequem per App zu nutzen.

Die Ausschreibung für den MaaS Piloten in Limburg, dessen Fokus insbesondere auf der grenzüberschreitenden Verknüpfung von Mobilitätsanbietern liegt, hat Arriva gewonnen. Zu Realisierung eines grenzüberschreitenden MaaS-Systems kooperiert Arriva mit den Unternehmen Tranzer und Intraffic, die beide bereits in der Vergangenheit erfolgreich unternehmensübergreifendes E-Ticketing ermöglicht haben, sowie einen multimodalen Routenplaner mit integriertem Ticketing entwickelt haben.

Ziel des Projekts ist es, möglichst viele Mobilitätsanbieter anzubinden und somit multimodales Reisen zu ermöglichen. Ein starker Fokus liegt dabei aber auch auf der Stärkung des ÖPNV und der  Einbindung des grenzüberschreitenden ÖPNV-Ticketings. Der AVV und DeLijn sind hierbei bereits fester Bestandteil einer internationalen Arbeitsgruppe, die sich dem Thema des grenzüberschreitenden Ticketings im geplanten MaaS-Piloten widmet. In diesem Kontext wird auch eine Integration des Ticketings für die weiteren belgischen Partner angestrebt, nämlich  SNCB und TEC.

 
 

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